Matomo & serverseitiges Tracking
Was ist Matomo?
Matomo ist eine Open Source Lösung und war zuerst lange unter dem Namen Piwik als Alternative zu Google Analytics bekannt. Ein großer Vorteil von Matomo ist, dass diese Software auf einem eigenen Server betrieben werden kann und man damit die gesamten erfassten Daten zur Verfügung hat, ohne sie an Drittstaaten und anderen externen Dienstleistern weitergeben zu müssen.
Matomo bietet:
- Serverseitiges Tracking, welches direkt auf unseren Servern in Österreich und Deutschland von uns selbst gehostet wird. Die Trackingdaten liegen in unserer Hand und werden auf keinen Fremd-Servern (z.B. in den USA) gespeichert.
- 100%ige IP-Adressen-Anonymisierung: XORTEX übergibt bereits bereinigte Daten an das Analysetool. DSGVO-Sorgen sind somit ausgeschlossen und die Wiedererkennung des Website-Besuchers wird verhindert.
- Datenimport von Google Analytics: Bestehende Analyse-Daten gehen nicht verloren - ein fließender Übergang zwischen den beiden Systemen ist möglich.
- Einfache Oberfläche und schnelle Einschulung: Durch die intuitiv zu bedienende Oberfläche und unserer Einschulung ist es möglich sofort mit dem neuen Tracking Tool loszulegen.
Serverseitiges Tracking
Beim serverseitigen Tracking werden die erfassten Daten vom Client zu einem Server gesendet und von dort aus weiter zum Analysetool. Bei der Verwendung von serverseitigem Tracking wird kein JavaScript für die Übertragung verwendet, wie es beim clientseitigen Tracking der Fall ist.
Es wird beim Server eine zentrale serverseitige Trackingfunktionalität geben, hier können dann unterschiedliche Tracking Konnektoren angebunden werden. Geplant sind folgende Konnektoren:
- Matomo Analytics Connector
- Google Ads Connector
- Meta Connector
- LinkedIn Ads Connector
- Microsoft Advertising Connector
Innerhalb dieser Trackingfunktionalität werden die Events, die auf der Website stattfinden, verarbeitet.
Mithilfe des serverseitigen Trackings wird nur der First-Party-Cookie gesetzt und die nachgestellten Drittdienste können von Usern nicht mehr identifiziert werden. Dies unterscheidet serverseitiges von clientseitigem Tracking, da clientseitig die Identifizierung einfach möglich ist. Daher muss bei serverseitigem Tracking eine entsprechende Aufklärung und Transparenz über mögliche Drittdienste vorhanden sein.
Der große Vorteil bei serverseitigem Tracking ist, dass man selbst entscheiden kann, welche Daten gesammelt werden und welche davon an Drittanbieter weitergegeben werden. Zusätzlich können die Daten besser aufbereitet und eventuell auch angereichert werden.
Sie sind sich nicht sicher, ob Matomo die richtige Wahl ist? Sie brauchen Unterstützung bei der Entscheidung zum passenden Tracking-Tool? Kontaktieren Sie uns einfach, wir helfen Ihnen gerne dabei!
Häufig gestellte Fragen
Matomo kann auf eigenen Servern betrieben werden. Dadurch haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten. Im Gegensatz zu anderen Analytics-Tool werden die Daten nicht an Drittstaaten weitergegeben.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Matomo viele Anonymisierungs-Funktionen bietet, die die Daten bereits bei der Erfassung anonymisieren (z.B. IP-Anonymisierung, Opt-Out, etc.).
Somit besteht die Möglichkeit, dass das System vollkommen datenschutzkonform aufgestellt werden kann.
Matomo ist ein Open-Source-Produkt und ist grundsätzlich kostenlos.
Für die Erstinstallation auf einem Shared/eigenen Server fallen die Kosten für Setup und Projekt-Konfiguration an. Die laufenden Kosten decken die benötigte Hardware und die laufenden Software Updates von Matomo. Berechnet werden die Pakete je nach den anfallenden monatlichen Hits.
Matomo ist, wenn es richtig eingesetzt wird, DSGVO konform.
Die IP-Adressen müssen automatisch anonymisiert werden, da es sich dabei um personenbezogenen Daten handelt. Weiters können Cookies generell deaktiviert werden, dadurch werden keine Tracking Cookies mehr gesetzt. Auch wenn nach diesen Einstellungen keine direkte Einwilligung von den Nutzern mehr notwendig ist, sollten sie trotzdem zumindest in der Datenschutzerklärung über den Einsatz informiert werden.
Dies ist nicht möglich, da die Google Analytics API die Requests pro Tag auf 50.000 limitiert. Wird dieses Limit erreicht, läuft der Import erst nächsten Tag durch. Dadurch verlängert sich die Dauer des Imports.
Das Limit wird bei Importdaten von ungefähr 4 Monaten erreicht. Wenn das Limit nicht erreicht wird, ist der Import innerhalb von ein paar Stunden abgeschlossen.
Bei clientseitigem Tracking werden die erfassten Daten vom Client direkt an das Analytics Tool gesendet. Die Datenübertragung passiert durch Javascript-Codes, die in der Website eingebaut sind. Diese Methode wird häufig von Werbeblockern erkannt und deaktiviert.
Beim serverseitigen Tracking werden die erfassten Daten vom Client an einen Server gesendet und dieser leitet die Daten dann weiter an das Analytics Tool. Serverseitiges Tracking wird von Werbeblockern nicht erkannt. Der große Vorteil beim serverseitigen Tracking ist, dass alle Spuren von personenbezogenen Daten vollständig anonymisiert werden können, bevor sie an das Analytics Tool weitergegeben werden.
Standardmäßig ist die IP-Anonymisierung in Matomo aktiviert. Das bedeutet, dass Matomo jede neue Besucher:innen-IP-Adresse (IPv4- oder IPv6-Format) in der Datenbank speichert, wobei die letzten Komponenten entfernt werden, um die Privatsphäre des Benutzers zu schützen. In Matomo stehen folgende Verschlüsselungen zur Verfügung:
- 1 Byte z.B. 192.168.100.xxx
- 2 Byte z.B. 192.168.xxx.xxx
- 3 Byte z.B. 192.xxx.xxx.xxx
- Fully mask IP-Adresse
Wir empfehlen diesbezüglich eine Anonymisierung der IP von 2 oder 3 Bytes in Matomo, um die DSGVO-Anforderungen zu erfüllen.
Ja, es können bestimmte IP-Adressen vom Tracking mithilfe vom IP-Filter ausgenommen werden. Dabei können einzelne IP-Adressen oder Ranges ausgeschlossen werden.
Eine weitere Möglichkeit ist nur Traffic zu tracken, bei der die URL wirklich zur Website Domain gehört (z. B. ignorieren von Traffic von Test oder Staging Instanzen).
Sie haben noch weitere Fragen zu Matomo oder serverseitigem Tracking?